Kunstquartier Bethanien, Studio 1

Donnerstag 11.11., 12.30 Uhr

Tafelmusik – Musik und Imbiss zur Mittagszeit

Ensemble JungeMusik Berlin mit Musik und Imbiss aus Polen

  • Artur Kroschel
  • Sylwia Nowastowska
  • Ewa Fabiańska-Jelińska
© André Fischer
© André Fischer

Programm

  • Artur Kroschel
    ParaphDE(2015)
    für Klavier solo
  • Sylwia Nowastowska
    OsetDE(2021)
    für Flöte und Akkordeon
  • Artur Kroschel
    IciclesDE(2018)
    für Viola und Klavier
  • Polnischer Mittagsimbiss
  • Ewa Fabiańska-Jelińska
    ToccataDE(2020)
    für Akkordeon und Klavier

Ensemble JungeMusik Berlin

Erik Drescher – Flöte | Mike Flemming – Viola | Christine Paté – Akkordeon | Nadezda Tseluykina – Klavier
Leitung: Helmut Zapf


Die Welt bittet zu Tisch! Klangvolles und Schmackhaftes zur Mittagszeit aus Polen. Die Tafelmusik bietet Gelegenheit, mit den anwesenden Künstler:innen ins Gespräch zu kommen.

Artur Kroschel (*1971) gehört zu den polnischen Komponisten der mittleren Generation. Seine Werke wurden vielfach im In- und Ausland aufgeführt. Inspirationsquelle seiner Musik sind häufig Beobachtungen und Wahrnehmungen seiner unmittelbaren Umgebung. So entstand das Stück Paraph für Klavier, das die Tafelmusik eröffnet, als ein Versuch einer eigenen musikalischen Interpretation seiner Hand-Schrift. Es ist eine musikalische Metapher der Zeitlupenbewegung des Komponierstiftes auf dem Papier.

Für das später erklingende Werk Icicles für Viola und Piano war die Beobachtung und Faszination des Phänomens der Eiszapfenbildung durch den Frost die Inspiration. Das Entstehen und Verschwinden der Eiszapfen, gefrierendes Wasser und schmelzendes Eis, Nacht und Tag. Der immer gleiche Wechsel und doch jedes Mal anders …

Artur Kroschel ist Professor für Komposition an der Paderewski Musikakademie in Poznań, deren Ausbildung auch die beiden jungen polnischen Komponistinnen Sylvia Nowastowska und Ewa Fabiańska-Jelińska durchlaufen haben.

Sylvia Nowastowskas Komposition OSET für Flöte und Akkordeon entstand in diesem Jahr. Der Ausgangspunkt für das Stück war die Bildergruppe Krwiaty (Blüten) von Małgorzata Kalinowska. Oset, die Distel, zeichnet sich durch ihre stacheligen Stängel und Blätter aus.

Ewa Fabiańska-Jelińska bezieht sich mit dem Titel ihres Stückes Toccata auf eine sehr alte Tradition von Instrumentalstücken insbesondere für Tasten- und Lauteninstrumente. Das italienische Wort „toccare“ kann mit „schlagen“, „berühren“ oder „bewegend sein“ übersetzt werden. Die umfangreichen Klangeigenschaften des Klaviers und des Akkordeons loten die verschiedenen Bedeutungen des Wortes toccare aus. So integriert das Werk ganz verschiedene Ausdrucksformen: von dynamisch und motorisch bis hin zu subtil und lyrisch.